Pressemitteilung der
Intertainment AG
Zeuge räumt systematisch inflationierte Budgets durch Franchise ein
Dritte Woche im Schadensersatzprozess von Intertainment beginnt
Ismaning bei München, 4. Mai 2004 – Der Schadensersatzprozess der
Intertainment AG, Ismaning bei München, gegen den amerikanischen
Filmproduzenten Franchise Pictures und andere geht am heutigen Dienstag in die
dritte Verhandlungswoche. Als Zeuge wird dabei zunächst Elie Samaha, der CEO
von Franchise Pictures, aussagen. Er war auch bereits am vergangenen Donnerstag,
dem bislang letzten Verhandlungstag, im Zeugenstand gewesen.
Im bisherigen Prozessverlauf haben wichtige Zeugen dargelegt, wie Samaha und
Franchise Pictures – sowie teilweise auch die Geschäftspartner des
Unternehmens – bei ihren Filmgeschäften vorgegangen sind. Dabei wurde
unter anderem bestätigt, dass Franchise Pictures Filmbudgets systematisch betrügerisch
überhöht hat. So erklärte James Holt, für die Bereiche Produktion und
Finanzen zuständiger Vice President von Franchise Pictures, er habe auf
Anweisung von Elie Samaha die tatsächlichen Produktionskosten der umstrittenen
Filme aufgebläht – und Intertainment keine Filmbudgets zukommen lassen,
ohne zuvor mit Samaha Rücksprache gehalten zu haben, um zu erfahren um welchen
Betrag er das tatsächliche Budget überhöhen solle.
Darüber hinaus räumte Holt ein, dass die überhöhten Budgets nicht nur
Intertainment vorgelegt wurden, sondern auch den weiteren ausländischen
Distributionspartnern von Franchise. Dabei handelte es sich um insgesamt 16
Unternehmen. Damit widersprach er indirekt der Argumentation der Anwälte von
Franchise Pictures, die in dem Verfahren erwartungsgemäß behaupten,
Intertainment habe von vorne herein gewusst und gebilligt, dass Franchise
Pictures Intertainment überhöhte Budgets in Rechnung stelle.
Holt gab auch zu, dass die Versicherungsgesellschaften, die die Complition Bonds
für die Filme ausgestellt haben, von Franchise Pictures im Vorfeld sowohl die
tatsächlichen als auch die überhöhten Budgets erhalten haben. Intertainments
Anwalt Scott Edelman machte in diesem Zusammenhang durch die Vorlage von
Dokumenten deutlich, dass die Versicherungsgesellschaften dabei gegenüber
Intertainment die überhöhten Budgets bestätigten, obwohl sie in Wahrheit nur
die tatsächlichen, weit niedrigeren Budgets abgesichert hatten.
Intertainment hat seinen ehemaligen Partner Franchise Pictures wegen betrügerisch
überhöhter Filmbudgets bei zahlreichen Filmen auf Schadensersatz in Höhe von
mindestens 100 Millionen Dollar verklagt. Der Prozess findet in Santa Ana bei
Los Angeles statt. Das Urteil soll spätestens am 11. Juni erfolgen.
Kontakt:
Intertainment AG, Dr. Marietta Birner, Investor Relations, Osterfeldstraße 84, 85737 Ismaning
Telefon: (0 89) 2 16 99-0, Telefax: (0 89) 2 16 99-11,
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